MUSIK AN DEN HÖFEN DES
MEISSNISCHEN LANDADELS

Jahrgang 2017

07. Juli – 10. September 2017

Schirmherr: Landrat Arndt Steinbach, Meißen

Ausführende (Auswahl)

Joachim Schäfer

Joachim Schäfer wurde in Dresden geboren, studierte in seiner Heimatstadt und gilt als herausragender Musiker der neuen Trompeter-Generation. Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Preußischen Kammerorchester. Gastspiele führten ihn u.a. nach Italien, Spanien, Frankreich, Tschechien, Polen, Slowakei und in die USA. Die Kritik würdigt zuvörderst seine technische Souveränität sowie sein müheloses, stilsicheres und dynamisch sensibles Spiel, mit dem er auf der Trompete hohe Maßstäbe setzt.

Preußisches Kammerorchester

Die Uckermark im Nordosten Brandenburgs ist die Heimat des Preußischen Kammerorchesters, das 1993 aus der Nordostdeutschen Philharmonie hervorgegangen ist. Neben regelmäßigen Klassik-, Unterhaltungs- und Kammermusikkonzerten in Prenzlau gastiert es häufig in unterschiedlichen Formationen. Bereits 1994 unternahm das Orchester erste Tourneen nach Dänemark, Pakistan und in die USA. Es folgten Gastspielstationen in Belgien, Polen, den Niederlanden und Italien.

Termin: 07. Juli, Schloss Proschwitz

Fabian Dirr

Fabian Dirr ist Professor für Klarinette an der Hochschule Carl Maria von Weber in Dresden. Seit 1995 ist Fabian Dirr Soloklarinettist der Dresdner Philharmonie. Der gebürtige Erlanger war bereits Preisträger mehrerer Wettbewerbe, bevor er bei Hans Deizer in Hannover sein Studium bekann, das er als Meisterschüler beendete. Nach Engagements bei der Nordwestdeutschen Philharmonie in Herford und dem Frankfurter Opern- und Museumsorchester erhielt er ein Engagement als Soloklarinettist der Münchner Philharmoniker. Seit 1995 ist Fabian Dirr Soloklarinettist der Dresdner Philharmonie. 1996 war er Mitbegründer des Carus Ensembles Dresden, das er seitdem auch musikalisch leitet. Er musizierte mit zahlreichen Orchestern, u.a. mit Rafael Frühbeck de Burgos, Christopher Hogwood und Santtu Matias Rouvalli.

Ensemble Mediterrain

Das Ensemble Mediterrain ist eine 2002 in Berlin gegründete Kammermusikformation, deren Hauptziel die Verbreitung und Förderung der Musik aus den Mittelmeerländern bzw. aus dem Mittelmehr-Kulturraum ist. Dies gelingt zum Beispiel sehr erfolgreich durch die Kombination dieser Musik mit großen Klassikern der mitteleuropäischen Komponisten. Das Ensemble gastiert auf renommierten Bühnen in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Schweiz, Türkei, Bosnien Herzegovina, Chile, Peru, Uruguay, Argentinien, Brasilien und Südkorea. Vom Palau de la Música in Barcelona, bis zum Teatro Oriente in Santiago de Chile, vom Berliner Konzerthaus bis zum Teatro Municipal in São Paulo, vom Pariser Salle Gaveau bis zu Sarajevos Internationalen Musikfestspielen, die Interpretationen des Ensemble Mediterrain werden von Publikum und Presse gleichermaßen hoch gelobt.
So flexibel und vielfältig wie die Besetzung sind auch die Programme. Das Ensemble Mediterrain hat bereits über 120 Werke aufgeführt und neben Komponisten wie Mozart, Beethoven, Schubert, Brahms, Debussy, Strawinsky oder Schönberg setzt sich das Ensemble Mediterrain außerdem auch für moderne Musik ein. Dies zeigt sich in der engen Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten verschiedenster Länder sowie insgesamt 9 dem Ensemble gewidmete Kompositionen.
2017 feiert das Ensemble sein 15-Jähriges Jubiläum.

Termin: 20. August, Schloss Seifersdorf

Wolfgang Hentrich

1987 von der Oboistin und Cembalistin Karla Schröter gegründet, leitet das Ensemble seinen Namen von Couperins Sammlung der „Concerts Royeaux“ ab. Man arbeitet sowohl in unterschiedlichen Kammermusikensembles als auch in Orchesterformationen mit barockem und klassischem Instrumentarium des 18. Jh. Erstmalige Wiederaufführungen von Werken aus dem 18. Jh. gehören zur seiner Spezialität. Zuletzt wurde ihm der Echo Klassik 2015 verliehen.

Wolfgang Hentrich studierte bei Gudrun Schröter und Gustav Schmahl in Dresden. Von 1987 bis 1996 war er Erster Konzertmeister der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz, bevor er 1996 Erster Konzertmeister der Dresdner Philharmonie wurde. Mit dem Orchester spielte er mehrfach als Solist, zahlreiche CD-Aufnahmen bezeugen sein musikalisches Schaffen.
Er ist Leiter des Philharmonischen Kammerorchesters, Primarius des Dresdner Streichquintetts und des Carus Ensembles Dresden und leitet seit 2013 die Deutsche Streicherphilharmonie. 2002 gründete er mit musikbegeisterten Laien das Fördervereinsorchester der Dresdner Philharmonie, dessen Dirigent er seitdem ist. Wolfgang Hentrich hat eine Professur an der Dresdner Musikhochschule inne.
Er spielt eine Violine des Venezianers Sanctus Seraphin aus dem Jahre 1725, die ihm der Förderverein der Dresdner Philharmonie zur Verfügung gestellt hat.

Markus Gottschall

Markus Gottschall studierte am Mozarteum in Salzburg bei Barna Kováts und Robert Wolff. Er konzertiert regelmäßig in Solokonzerten und ist an Rundfunkproduktionen beteiligt. Markus Gottschall ist freischaffend tätig, auch als Lehrer für Konzertgitarre.

Termin: 26. August, Schloss Nossen

Eliot Quartett

Das Eliot Quartett, bestehend aus Maryana Osipova, Dimitry Khakhalin, Alexander Sachs und Michael Preuß, gründete sich im Sommer 2014. Das Quartett studiert im Studiengang Master Kammermusik an der HfMDK Frankfurt am Main in der Klasse von Prof. Hubert Buchberger sowie an der Escuela Superior de Musica Madrid in der Klasse von Prof. Günther Pichler. Darüber hinaus erhielten die vier jungen Musiker im Rahmen des Kammermusikkurses der Pfälzischen Musikgesellschaft musikalische Anregungen vom Mandelring Quartett. Weitere entscheidende musikalische Impulse erhält das Quartett von Prof. Roland Glassl. Auf den Gewinn des Wettbewerbs der Polytechnischen Gesellschaft Frankfurt am Main im Herbst 2014 folgte im Frühjahr 2016 der 3. Preis im Fach Streichquartett beim Felix Mendelssohn-Bartholdy Hochschulwettbewerb in Berlin sowie im Oktober 2016 der 2. Preis beim internationalen Streichquartett-Wettbewerb der Irene Steels-Wilsing Stiftung in Berlin. Im August 2016 war das Quartett im Rahmen der Kammermusikwoche der Thüringische Sommerakademie als Quartett in Residence zu Gast. Das Eliot Quartett wurde nach dem U.S.- Amerikanischen Schrifsteller T. S. Eliot benannt, der sich von den innovativen, späten Streichquartetten Ludwig van Beethovens zu seinem letzten großen poetischen Werk „Four Quartets“ inspirieren ließ.

Termin: 27. August, Schloss Reichstädt

Freies Ensemble Dresden

Aktuell nimmt Kammermusik im professionellen Musikleben einen zu geringen Platz ein. Außerhalb der speziellen Festivals ist sie im Konzertangebot eine Randerscheinung. Aus diesem Grund mangelt es an Vielfalt der hörbaren Werke. dabei gibt es noch jede Menge unvermutete musikalische Schätze zu heben.
Das Ensemble setzt sich aus hochkarätigen Dresdner Künstlern zusammen. Sie sind gefragte Kammermusikpartner - aus einem breiten Pool erstklassiger und international tätiger
Musiker ergeben sich kreative Ideen für ausgewogene und außergewöhnliche Konzertprogramme.
Gegründet im Januar 2000, wird das Freie Ensemble von Daniel Thiele geleitet, der seit 1995 als Cellist Mitglied der Dresdner Philharmonie ist. Alle Künstler sind eng mit der Stadt Dresden verbunden und leben den Leitsatz des Ensembles: »Kammermusik – unser Himmel auf Erden!«

Termin: 02. September, Schloss Siebeneichen

Christoph Heesch

Christoph Heesch (*1995 in Berlin) begann im Alter von sechs Jahren mit dem Cellospiel und nahm bereits mit 10 Jahren sein Studium an der Universität der Künste Berlin auf. Sein beispielloses Talent führte ihn bereits auf internationale Podien, wo er mehrfach ausgezeichnet wurde, so wurde er u.a. mit dem Ehrenpreis beim 10. Int. Witold-Lutoslawski Wettbewerbs bedacht.

Maciej Kulakowski

Maciej Kulakowski (*1996 in Gdansk) begann im Alter von sechs Jahren mit dem Cellospiel. Zunächst als Jungstudent in Mannheim studiert er heute an der UdK Berlin. Mit 10 Jahren wurde er Preisträger des Int. Cellowettbewerbs in Liezen. 2015 gewann er den Int. Witold Lutoslawski in Warschau.

Termin: 03. September, Schloss Hirschstein

Peter Rösel

Peter Rösel, in Dresden als Sohn eines Dirigenten und einer Sängerin geboren, erhielt mit sechs Jahren seinen ersten Klavierunterricht. Am Moskauer Tschaikowski-Konservatorium ab-solvierte er ein fünfjähriges Studium bei Dmitri Baschkirow und Lew Oborin. In dieser Zeit wurde er nicht nur erster Deutscher Preisträger des Tschaikowski-Wettbewerbes Moskau und des Klavierwettbewerbes Montreal, sondern begann auch eine internationale Karriere, die ihn bis heute in die Musikzentren aller Kontinente führt.
Seine Auftritte bei internationalen Festivals (u. a. Salzburg, Edinburgh, London Proms, Perth, Hollywood Bowl, Hongkong) wurden von Publikum und Presse begeistert aufgenommen. Seit Jahren ist er gern gesehener Gast bei vielen bedeutenden Orchestern, wie Los Angeles und Royal Philharmonic, Montreal, Toronto und Detroit Symphony, Berliner Philharmoniker, Staatskapelle Dresden. Er musizierte mit namhaften Dirigenten, wie Blomstedt, Boreyko, Dutoit, Fedossejew, Haenchen, Harding, Haitink, Herbig, Janowski, Kempe, Kitajenko, Kondraschin, Masur, Sanderling, Stein, Temirkanov und Tennstedt.
Allein mit Kurt Masur und dem Gewandhausorchester Leipzig konzertierte er auf internationalen Podien über zweihundertmal. Kurt Masur war es auch, der ihn mit dem 3. Klavier-konzert von Rachmaninow in der Jubiläumssaison zum 150jährigen Bestehen der New Yorker Philharmoniker einlud.
Zahlreiche Einspielungen zeugen vom weitgezogenen künstlerischen Spektrum des Pianisten, der zu den renommiertesten Vertretern seiner Generation zählt. Er ist Professor an der Dresdner Musikhochschule und Ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste.
Für sein langjähriges und herausragendes Schaffen als Pianist wurde Peter Rösel im März 2009 mit dem Kunstpreis der Landeshauptstadt Dresden ausgezeichnet.

Termin: 09. September, Schloss Batzdorf

Ubaldo Rosso

Ubaldo Rosso, Flöte, schloss sein Musikstudium am Konservatorium in Genua unter der Leitung von Maestro Glauco Cambursano ab. Anschließend wurde er erster Flötist im Orchester “I Pomeriggi Musicali” in Mailand und arbeitete außerdem mit dem „Teatro della Scala“ in Mailand, dem Orchester RAI in Turin und dem Orchester RTSI in Lugano zusammen. Er widmete sich mit großer Aufmerksamkeit der Erforschung und dem Studium der Alten Musik mit historischen Instrumenten und nahm an Kursen und Seminaren in ganz Europa teil, zum Beispiel an den Meisterkursen von B. Kuijken in Bremen, S. Preston in Clisson und O. Peter an der Schola Cantorum in Basel. Dank eines Stipendiums vom British Council erwarb er an der “Guildhall School of Music in London” das Verdienstdiplom in der Klasse von S. Preston. Seit Jahren ist er bei wichtigen Institutionen sowie nationalen und internationalen Festivals zu Gast und war in Italien und ganz Europa sowie in den USA, Kanada, Guatemala, Mexiko und Malaysia in Konzerten zu hören. Er spielte als Solist Werke für Flöte von Mozart und die sechs Sonaten op. 91 von J. B. de Boismortier ein, mit dem Ensemble Astrée nahm er mehrere CDs mit Werken von Felice Giardini und Tomaso Giordani sowie einige Kammerkonzerte von Antonio Vivaldi auf. Zur Zeit ist er Professor für Flöte am Konservatorium „G. Verdi“ in Turin.

Carlo De Martini

Carlo De Martini, Violine/Viola, absolvierte seine künstlerische Ausbildung in Mailand und Salzburg (Schule von Sandor Végh). Als Leiter des Kammerorchesters Il Quartettone (das er 1987 gründete) und mit dem Quartett Le Ricordanze spielte er zahlreiche CDs mit Werken von Bartok, Boccherini, Cambini, Mozart und lombardischen Komponistinnen ein, unter anderen in Zusammenarbeit mit Mario Brunello und Giuliano Carmignola. Als Forscher der alten Aufführungspraxis arbeitete er mit Laura Alvini und Roberto Gini, mit dem Ensemble Aglaia (Aufnahmen der „Kunst der Fuge“ und Violinkonzerte von Bach) und mit Harmonices Mundi (Werke von Albinoni, Stradella und Zelenka) zusammen. Zur Zeit widmet er sich dem klassischen Orchester Accademia Litta mit Originalinstrumenten, mit dem er seit 2005 eine Konzertsaison im Teatro Litta und anderen historischen Mailänder Sälen gestaltet und 2003 die Inszenierung von “Idomeneo” realisierte, die erste Produktion dieser Art in Italien. Er wurde mehrfach zu der von Sandor Végh in Cornwall gegründeten Open Chamber Music entsandt und ist heute Mitglied des Künstlerischen Ausschusses des Festivals der Zukunft in Ernen, Schweiz, das im Jahr 1987 von György Sebok initiiert wurde. Seit 1981 unterrichtet er Violine an der Internationalen Musikakademie in Mailand (ehem. Städtische Musikschule), wo er bereits 1991 ein Jugendorchester gründete. Seit einigen Jahren leitet er Universitäts- und Sommerkurse für die Orchesterausbildung und arbeitete für längere Zeit mit AsLiCo zusammen, wo er zwischen 1997 und 99 drei Inszenierungen für das Schulprojekt Opera Domani und zwischen 1999 und 2003 die Mozart-Opern „Zauberflöte“, „La Clemenza di Tito“ und “Idomeneo” für den Regionalen Aufführungsring der Lombardei leitete.

Francesco Biraghi

Francesco Biraghi, Gitarre, begann sein Musikstudium bei Antonio Barbieri und schloss es am Konservatorium „Giuseppe Verdi“ in Mailand unter der Leitung von Ruggero Chiesa ab. Später nahm er an Kursen bei Oscar Ghiglia und für das Alte-Musik-Repertoire bei Hopkinson Smith teil. Noch vor dem Ende des Studiums begann er seine intensive Konzertkarriere, insbesondere in Kammermusikbesetzungen, die ihn mit stets großem Erfolg in über vierzig Länder führte. Dabei spielte er Rundfunk- und Fernsehaufnahmen ein und hielt an bedeutenden Instituten der Gastgeberländer Seminare und Vorträge über Gitarre und Kammermusik. Seit 1986 ist er ständiger Mitarbeiter der Zeitschrift “Il Fronimo” und verfasste zudem zahlreiche Konzert- und Schallplattenprogramme. Seit 2004 tritt er im Fernsehen für die Einführung in die Musikprogramme auf dem Kanal „Classica“ von „Sky TV“ auf; durch seine Kommunikationsbegabung ist er außerdem gern gesehener Moderator bei musikalischen Events. Er hielt Sommerkurse über Interpretation und wird oft als Jurymitglied für namhafte Gitarristenwettbewerbe berufen. Auf diskographischem Gebiet hat er mehrere Einspielungen vorzuweisen, die sowohl beim Publikum als auch bei der Kritik erheblichen Anklang fanden. Unter den zahlreichen Initiativen, an denen er beteiligt ist, ist der denkwürdige “Paganini-Marathon” zu erwähnen, der im Mai 2000 im Konservatorium Novara für wohltätige Zwecke organisiert wurde und großen Erfolg verzeichnete. Francesco Biraghi lehrt Gitarre am Konservatorium „Giuseppe Verdi“ in Mailand.

Termin: 10. September, Schloss Scharfenberg